Étienne Minoungou


Spuren – vier Monologe

Zurück ins Land der Geburt / Nennt mich Muhammad Ali / Wenn wir leben wollen / Spuren – Rede an die afrikanischen Nationen

Burkina Faso, Kongo, Martinique, Senegal, Belgien / Schauspiel
In französischer Sprache mit deutschen Untertiteln
Der burkinische Regisseur, Schauspieler und Dramatiker Étienne Minoungou lädt ein, in Diskurse des afrikanischen Kontinents einzutauchen. Minoungou, eine der großen Stimmen der zeitgenössischen afrikanischen Theater- und Kunstszene, macht in vier Monologstücken Debatten der afrikanischen Gesellschaft hörbar, die Autonomie und Selbstwirksamkeit einfordern.

In Zurück ins Land der Geburt beschwört der Schriftsteller und Politiker Aimé Césaire die Würde der schwarzen Völker. Seine Dichtung nutzt Poesie als Waffe, um den Unterdrückten das Wort zurückzugeben. Muhammad Ali ist ein Boxer und ein Bühnenstar – Étienne Minoungou ist ein Boxer und ein Bühnentier. Nennt mich Muhammad Ali von Dieudonné Niangouna setzt den Ausnahmesportler in Szene. »Um zu gewinnen, musst du fliegen wie ein Schmetterling, stechen wie eine Biene …«, fordert Minoungou mit seinem Idol und denkt über ein modernes Afrika nach, das Gemeinschaft und Kampfgeist stolz behauptet.

Sanftere Töne wählen ein Musiker und ein Dichter, um die systemischen Widersprüche in Wenn wir leben wollen aufzuzeigen. Der Essayist Sony Labou Tansi hat eine Hymne an das Leben und gegen die Niederlage des Geistes verfasst. Ein Afrikaner, der von einer Odyssee zurückkehrt, ergreift schließlich in Spuren – Rede an die afrikanischen Nationen das Wort. Der senegalesische Wirtschaftsökonom Felwine Sarr entwirft darin eine Utopie: »Die Fragen, denen wir uns stellen müssen, sind weniger solche nach der Effizienz, sondern handeln davon, unsere psychische Infrastruktur neu zu erschaffen.«

Étienne Minoungou:
Spuren – vier Monologe
17.06.21, 20:00 - 23:15
Schauspielhaus, Kleines Haus

Teil 1 — Zwei Monologe inkl. Pause: Zurück ins Land der Geburt (Cahier d’un retour au pays natal) / Nennt mich Muhammad Ali (M’Appelle Mohamed Ali)



18.06.21, 20:00 - 23:00
Schauspielhaus, Kleines Haus

Teil 2 — Zwei Monologe inkl. Pause: Wenn wir leben wollen (Si nous voulons vivre) / Spuren – Rede an die afrikanischen Nationen (Traces – Discours aux Nations Africaines)

Credits
Autor*innen:
Aimé Césaire, Dieudonné Niangouna, Sony Labou Tansi, Felwine Sarr
Mit:
Étienne Minoungou
Zurück ins Land der Geburt (Cahier d’un retour au pays natal)
Text Aimé Césaire
Mit Étienne Minoungou
Regie Daniel Scahaise
Regieassistenz François Ébouele
Eine Produktion von La Charge du Rhinocéros, Théâtre en liberté, Compagnie Falinga
Vertreten durch La Charge du Rhinocéros
Nennt mich Muhammad Ali (M’Appelle Mohamed Ali)
Text Dieudonné Niangouna
Mit Étienne Minoungou
Regie und Bühnenbild Jean Hamado Tiemtoré
Musik Julien Truddaiu
Künstlerische Leitung François Ébouele
Lichtdesign Rémy Brans und Herman Coulibaly
Eine Produktion von Compagnie Falinga, Théâtre le Public, Les Récréâtrales, La Charge du Rhinocéros
Vertreten durch La Charge du Rhinocéros
Wenn wir leben wollen (Si nous voulons vivre)
Text Sony Labou Tansi
Regie und Bühnenbild Patrick Janvier
Mit Étienne Minoungou, Simon Winsé (Spießlaute, Mundbogen, Flöte), Pierre Vaiana (Saxophon)
Lichtdesign Rémy Brans
Musikalische Gestaltung Simon Winsé & Pierre Vaiana
Künstlerische Zusammenarbeit Julie Peghini
Vertreten durch La Charge du Rhinocéros
Koproduktion Compagnie Falinga, Les Récréâtrales, Théâtre de Namur
Spuren – Rede an die afrikanischen Nationen (Traces – Discours aux Nations Africaines)
Text Felwine Sarr
Regie Étienne Minoungou
Künstlerische Beratung Aristide Tarnagda
Mit Étienne Minoungou
Musiker Simon Winsé
Lichtdesign Rémy Brans
Eine Produktion des Théâtre de Namur
Eine Koproduktion mit Festival Les Récréâtrales, Festival AfriCologne
Mit Unterstützung der Fondation von Brochowski Sud-Nord (www.southnorth.foundation)
Vertreten durch La Charge du Rhinocéros