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Neuigkeiten

 

Mit knapp 17.000 Besucher:innen und einer Auslastung von 91,8 Prozent geht an diesem Wochenende das Festival THEATER DER WELT zu Ende. Die mehrheitlich ausverkauften Vorstellungen belegen die enorme Publikumsresonanz auf dieses Festival. Das große Publikumsinteresse an den öffentlichen Gesprächen mit den Künstler:innen aus aller Welt hat gezeigt, dass Theater ein unverzichtbarer Ort für Begegnung und Austausch ist.

Das intergenerationale Bewegungsprojekt “Tanzende Nachbarn” ist eine echte Erfolgsgeschichte aus dem Programm der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025. Das Projekt bringt Generationen mit zeitgenössischen, urbanen Tanz und Improvisation zusammen. Laien und Profis aus Chemnitz und Yokohama trafen dabei auf Yoko Ando, weltweit gefeierte Tänzerin und Choreografin aus Japan, bekannt für ihre Arbeit mit der Forsythe Company.

Emotionale Weltpremiere in Chemnitz: Modernes Leben spiegelt antike Tragödien. Ob Oedipus, Antigone oder Medea, das Schauspiel zeigt, wie sich im Heute dramatische Analogien finden.

“Dass eine iranische Produktion beim Festival „Theater der Welt“ gezeigt werden konnte, ist in Zeiten des Krieges und des Terrors ein echtes Wunder. Am Ende trieb sie nicht nur ihnen, sondern auch so manchem Theaterbesucher Tränen ehrlicher Ergriffenheit in die Augen.” (⇢ 01.07.2026, Freie Presse)

Montag, 29. Juni, 19:00 Uhr 
Eintritt frei

Der Film dokumentiert Robert Wilsons Versuch, für die Olympischen Spiele 1984 eine zwölfstündige multinationale Oper zu inszenieren. Der legendäre Theaterkünstler prägte mit seiner einzigartigen Bildsprache und seinem interdisziplinären Ansatz die internationale Bühnenkunst seit den späten 1960er Jahren. Vor dem Screening sprechen Theaterkritiker Rüdiger Schaper, die Intendantin Nele Hertling und Christof Belka, ehemaliger Manager und Agent von Robert Wilson und jetzt Mitverwalter des Robert Wilson Trust & Estate über Leben und Wirken des 2025 verstorbenen amerikanischen Theatermanns.

Die erste Uraufführung im Festival: „Berge Meere und Giganten“ - Döblins Zukunftsroman von 1924 trifft auf uns im Heute, ein deutsch-chinesisches futuristisches Live-Szenario aus Bildern, Performance und Klang.

Täglich (außer am 29. Juni) öffnet ab 16 Uhr das Festivalzentrum auf dem Gelände des Spinnbaus. Der Sommergarten lädt als Treffpunkt, Bar und Bühne zu Gesprächen, Performances und Musik ein. Das Programm ist kostenfrei und für alle offen.

Vielfältige Sitzmöglichkeiten, sonnige und schattige Bereiche, zentrale Infopunkte sowie Gastronomie werden angeboten. Zudem finden hier die Einführungen und Nachgespräche zu den Festivalproduktionen statt. In der Regel beginnt 30 Minuten vor jeder Vorstellung eine Einführung im Festivalzentrum – bei schlechtem Wetter im Foyer der jeweiligen Spielstätte.

Es ist soweit. Deutschlands größtes Festival für zeitgenössische Bühnenkunst hat gestartet. Das Publikum darf sich auf 33 Stücke aus allen Kontinenten, 18 Festivaltage, 250 Veranstaltungen und mehr als 400 Künstler:innen freuen. 

Eröffnet wurde im Opernhaus mit der Deutschlandpremiere von der kanadischen indigenen Musikerin, Performerin und Autorin Tanya Tagaq mit Split Tooth: Saputjiji. Darin verflocht sie ihren gleichnamigen autobiografischen Roman „Split Tooth" (deutsch: „Eisfuchs") mit Kompositionen aus ihrem aktuellen Album „Saputjiji" zu einer literarisch-musikalischen Form. 

Der kolumbianische Künstler Checho Tamayo lädt mit seiner partizipativen Performance LOS JUEGOS x Oxymoron dazu ein, sich eine einfache, aber große Frage zu stellen: Wie wollen wir eigentlich miteinander spielen und leben?

Für fünf Tage, vom 29.06. bis 03.06., kommen Menschen unterschiedlichen Alters und mit verschiedenen Hintergründen kommen zusammen: mit oder ohne Vorerfahrung in Tanz oder Sport. Schritt für Schritt entstehen neue Spiele, irgendwo zwischen Fußball, Tanz und Ritual. Hier kostenfrei anmelden und dabei sein!

Nachdem die beiden Termine der Mitmachperformance DI/Strauss technique am 25. und 26.06. innerhalb weniger Tage ausverkauft waren, wird es am Freitag, 26.06. um 16 Uhr einen Zusatztermin geben. Die Ticketbuchung ist ab sofort möglich. 

Der Choreograf, Singer-Songwriter und Queer-Aktivist Ivo Dimchev bringt in seinen Performances Hoch- und Subkultur, Pop und Balkanfolklore zusammen. Operette trifft Club, Chorprobe trifft Tanzfläche. Wer reinkommt, geht selten unverändert wieder raus. Kein Lehrstück. Kein Wohlfühlversprechen. Sondern ein kollektives Durchdrehen mit System. Ein Walzer, der aus dem Ruder läuft.

Die ukrainische Autorin Sofia Andruchowytsch und den tschechischen Regisseur Dušan David Pařízek sprachen über die Bedeutung von Kunst in Zeiten des Krieges, den Entstehungsprozess der Roman-Trilogie AMADOKA mit der zugehörigen Bühnenfassung, und warum der Inhalt uns alle angeht.

Für THEATER DER WELT Chemnitz 2026 suchen wir in dem Zeitraum 12. Juni bis 6. Juli 2026 engagierte und zuverlässige Personen für die Betreuung von internationalen Künstler:innen. 

Wie produziert man Kunst, in einem Land, das sich im Krieg befindet? Welche Rolle spielen Geschichte und Erinnerung, um die Gegenwart zu verstehen? Und was bleibt von einem Menschen, wenn ihm Geschichte genommen wird? Über diese und andere aktuelle Fragen spricht die Autorin Sofia Andruchowytsch am 26. Mai mit dem Regisseur Dušan David Pařízek.

Für das Performance-Projekt Luftmasse des Paper Tiger Theater Studios sind Künstler*innen und alle Interessierten eingeladen, Asche von Dingen zu schicken, die bereits verbrannt, nicht mehr verbrennbar und vollständig abgekühlt sind.

Erbeten werden ca. 100 Gramm Asche per Post, mit Angabe von Name, Beruf, Wohnort, Zusammensetzung der Asche sowie einem optionalen kurzen Statement. Ein kurzes Video des Verbrennungs- oder Asche-Sammelprozesses kann ebenfalls beigelegt werden.

 Einsendeschluss: 15. Juni 2026.

Die Bühnenfassung der epochale Roman-Trilogie von Sofia Andruchowytsch feierte am 1. April Premiere im Theater Divadlo X10 in Prag. Das Stück ist eine Koproduktion mit THEATER DER WELT und am 27. und 28. Juni in Chemnitz zu sehen.

Die monatliche Talk-Reihe öffnet den Blick hinter die Kulissen, erzählt von künstlerischen Entdeckungen, Begegnungen und Vorbereitungen – und macht neugierig auf ein einmaliges Festival.

Globale Themen, individuelle Formen, viele Perspektiven: Mit etwa 500 internationalen Künstler:innen und eingeladenen Gästen, sind mehr als 250 Veranstaltungen zu erleben.

 

 
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