Amanda Piña

Danza y Frontera

Endangered Human Movements Vol. 4
Chile, Mexiko, Österreich
Tanz
Danza y Frontera ist inspiriert von einem Tanz, der an der Grenze zwischen Mexiko und den USA entstanden ist. Er geht auf eine prähispanische Tanzform zurück und führt sie mit neuen Bewegungsformen zusammen. Die Choreografin Amanda Piña greift mit ihren neun Tänzer*innen bewusst und absichtsvoll auch Figuren des »danza de la conquista«, des Tanzes der Eroberung auf, den die spanische Krone bei der Inbesitznahme Mexikos einsetzte. Grundelemente dieser vielerorts praktizierten Choreografien werden bis heute als performativer Akt des Widerstands gegen koloniale und später neoliberale Kräfte bewahrt und weitergegeben. Piña überführt dieses Erbe in Danza y Frontera in die Gegenwart – mit popkulturellen Aneignungen, die indigene Bewegungspraktiken und Klänge, koloniale Erzählungen, Hip-Hop-Kultur und Mystik zu einer eindrucksvollen Performance verbinden.
        
»Ein Grenzland ist ein vager und unbestimmter Ort, der durch eine unnatürliche Grenze geschaffen wird«, so zitiert Piña die US-amerikanische Autorin Gloria Anzaldúa. »Dieses Land befindet sich in einem ständigen Übergangszustand. Hier leben die Atravesados: die Perversen, die Merkwürdigen, die Unruhigen, die Mischlinge, die Untoten; kurz diejenigen, die hinüber- und herübergehen und so die Grenzen des ›Normalen‹ überwinden.«
        
Die mexikanisch-chilenisch-österreichische Choreografin und Tänzerin Amanda Piña lebt in Wien. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit Möglichkeiten der Entkolonialisierung, wobei sie Referenzen aus allen Kulturen und Epochen in ihre Performances einbringt.
Gastspiel in Zusammenarbeit mit dem tanzhaus nrw

Amanda Piña, nadaproductions:
Danza y Frontera
22.05.20, 20:00 - 21:30
tanzhaus nrw
Preise: 14,25 €
iCal
23.05.20, 20:00 - 21:30
tanzhaus nrw
Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung
Preise: 14,25 €
iCal
Credits
Choreografie, Regie:
Amanda Piña
Choreografie, Unterricht:
Rodrigo de la Torre
Musik:
Christian Müller
Live Drumming:
Julio Cesar Cervantes Herrera
Licht:
Victor Duran
Kostüm:
La mata del veinte / Julia Trybula
Video- und Fotodokumentation:
Susana Ojeda, Hubert Marz – estudio elgozo
Video:
Amanda Piña, Susana Ojeda, Hubert Marz
Technische Koordination:
Michel Jimenez
Mit:
Paula Chaves, Matteo Marziano Graziano, Julio Cesar Cervantes Herrera, Lau Lukarilla, Dafne Moreno, Juan Carlos Palma, Cristina Sandino, Rodrigo de la Torre, Lina María Venegas
Eine Produktion von nadaproductions in Koproduktion mit dem Tanzquartier Wien

Mit Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien, des Bundeskanzleramts Österreich, von ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival, Österreichische Botschaft in Mexiko, Mexikanische Botschaft in Österreich, Escuela Nacional De Danza Folklorica de Mexico, Diplomado Como Encender un Fosforo – Instituto Nacional de Bellas Artes (INBA), Museo Universitario de Arte Contemporáneo (MUAC), Museo Universitario del Chopo.