DEUTSCHLANDPREMIERE
Al-Sirah Al-Hilaliyyah - Das Banu Hilal Epos
Bashar Murkus & Khulood Basel - Khashabi Theatre
Mit eleganter Leichtigkeit gleiten gewaltige Schlachtrösser durch die Luft, gigantische Vögel ziehen ihre Kreise über Büsche, die wie eine Armee durch die bizarr schöne nordafrikanische Berglandschaft marschieren. Musik, Gesang und hinreißend rhythmisch skandierte Textpassagen in arabischer Sprache treiben die Vorrückenden an.
Mit nur sieben Spieler:innen setzt der palästinensische Autor und Regisseur Bashar Murkus ein quirliges und farbenfrohes großes Welttheater in Bewegung. Das kleine und entschlossene Theater Khashabi aus Haifa bringt mit Al-Sirah Al-Hilaliyyah ein großes Epos auf die Bühne. Diese Wiederentdeckung ist für die Künstler:innen ein wesentlicher Bestandteil ihrer zeitgenössischen Arbeit an der arabischen Theaterkunst.
In Al-Sirah Al-Hilaliyyah wird die Geschichte der Migration der Banū Hilāl Beduinen von der Arabischen Halbinsel nach Tunesien in Nordafrika erzählt. Aus der Vielzahl der Figuren seien einzig hier erwähnt: Abu Zayd al-Hilali, ein verstoßener Adliger, Anführer auf dem langen Weg, und Al-Jaziyya, eine einflussreiche Frau, die der Truppe politischer und moralischer Kompass ist. Für die kulturell sehr unterschiedlichen und territorial weit zu fassenden arabischen Volkstraditionen ist es das einzige Epos, das zu Hochzeiten oder privaten Feiern noch in seiner ursprünglichen musikalischen Form aufgeführt wird, begleitet von der Stachelgeige Rabab oder einem Perkussionsinstrument.
Die alle Grenzen des Theaters überschreitende neue Interpretation strotzt vor Körperlichkeit und atemberaubenden Bildern. Die Mischung aus Konzert, visueller Performance, Theater und Tanz ist wie ein fröhlich beschwingter Karneval mit Live-Elektronikmusik. Tanz, große Puppen, Schattenspiele und wechselnde Hintergründe, geschaffen durch Licht und Farbe, liefern eine zeitgenössisch unterhaltende Übersetzung des Stoffes.
Khulood Basel und Bashar Murkus gründeten 2015 gemeinsam mit einer Gruppe palästinensischer Theatermacher:innen das Khashabi Theatre in Haifa. Das Khashabi Theatre ist ein unabhängiges palästinensisches Theater, das sich für eine palästinensische Gesellschaft einsetzt, in der Kunst und Kreativität frei als grundlegendes Recht praktiziert werden können. Gleichzeitig strebt es danach, die kulturelle Identität zu erneuern, indem unabhängige Kultur in den Mittelpunkt gestellt wird.
Adan Rabos
Atallah Tannous
Maisan Miso Samara
Maya Omaya Keesh
Rami Nakhleh
Rana Baransi
Digitales Programmheft
Herzlich willkommen, liebes Publikum!
Das Banū Hilāl Epos, also die Sage vom Stamm Hilal, ist in seiner vollständigen Fassung eine Erzählung, deren Darbietung über 150 Stunden in Anspruch nehmen würde. Traditionell wird sie bei Hochzeiten, Festen und langen, geselligen Abenden vorgetragen, die bis zu 90 Nächte andauern können. Es ist eine Geschichte, die das Publikum immer wieder hören möchte – nicht nur wegen der Handlung, sondern auch wegen der Art und Weise der Erzählung: den detaillierten Schilderungen, der Improvisation, der gemeinschaftlichen Atmosphäre, die sie kreiert, und der Anregung der Fantasie.
Heute Abend präsentieren wir Ihnen eine neue dreistündige Version in arabischer Sprache, in der Musik, Poesie, Gesang, Bewegung, Puppenspiel und visuelle Gestaltung miteinander verwoben werden. Die Aufführung wird übertitelt und zwischendurch mit kurzen Zusammenfassungen der Geschehnisse ergänzt. So können Sie je nach Wunsch entweder dem Text auf den Übertiteln folgen oder sich dem Geschehen, den Bildern und der Atmosphäre auf der Bühne hingeben, ohne den roten Faden der Geschichte zu verlieren. Was nun folgt, ist ein Leitfaden für die Reise, der die wichtigsten Momente des Epos schildert.
Erster Teil der Erzählung
Die Geschichte beginnt mit den Klagen des Ritters Rizq Ibn Nayel, der ohne Erbe alt geworden ist. Er steigt auf einen hohen Berg, wo ein Ruf ihn auffordert, nach Mekka zu pilgern. Er soll dort seine Lebensgefährtin finden. Jahre vergehen, Rizq heiratet Khadra, doch sie bekommen nur eine Tochter, keinen Sohn. Als Khadras Trauer immer intensiver wird, vollziehen die Frauen des Stammes am Vogelteich ein Wunschritual. Dort beobachten die Frauen die Vögel, die zum Trinken kommen, und wünschen sich Kinder, die ihnen ähnlich sehen. Khadra wählt einen schwarzen Vogel aus.
Einige Monate später werden an einem Morgen die Helden der neuen Generation geboren, von denen jeder die Eigenschaften jenes Vogels trägt, den seine Mutter bei ihrem Wunsch betrachtet hatte. Unter ihnen ist Salameh, der Sohn von Khadra und Rizq. Er wird später als Abu Zeid bekannt. In der Aufführung nennen wir ihn entweder Salameh oder Abu Zeid – es handelt sich dabei also um dieselbe Person. Im Gegensatz zu seinen Eltern hat er eine dunkle Hautfarbe. Mit ihm werden sein Freund Abu Al-Qumsan und Abu Zeids Stute “Hamra” geboren, die ihn sein Leben lang begleiten werden. Am selben Tag erblickt auch Hasan, der Sohn des Königs Sarhan, das Licht der Welt, der nach dem Tod seines Vaters zum Anführer des Stammes Banū Hilāl wird. Ebenso wird Diab Ibn Ghanem geboren, ein Krieger, der die Zukunft des Stammes prägen wird.
Khadra wird wegen der Hautfarbe ihres Sohnes des Betrugs bezichtigt und von Rizq verbannt. Sie gelangt in das Königreich von König Fadel, dem Herrscher über Banū Zahlan, der sie ehrenvoll aufnimmt und Abu Zeid adoptiert. Dieser lebt im Glauben, König Fadels leiblicher Sohn zu sein. König Fadel bevorzugt Abu Zeid gegenüber allen anderen, weil er einst einen Traum hatte, in dem Abu Zeid den Stamm in der Zukunft rettet. Doch diese Bevorzugung schürt Unmut im Volk, und Salameh wächst als Außenseiter auf. Die Beleidigungen machen ihn zum aggressiven Kämpfer, der zunächst seinen Lehrer ermordet, weil er ihn als Flüchtling bezeichnet, und dann einen Mitschüler.
Diese Vorfälle lösen eine Kette von Racheakten aus, die sich auf die Angehörigen des getöteten Jungen aus dem Stamm Banū Aqil ausweiten. Der Konflikt beginnt, als Atwan Al-Aqili, einer der Ritter des Stammes, einen Rachefeldzug anführt, doch Abu Zeid besiegt ihn. Der Krieg zwischen den Stämmen eskaliert zu einem andauernden Konflikt, in dem Abu Zeid die Oberhand behält, bis seine Feinde Hilfe beim Stamm der Banū Hilāl suchen – Abu Zeids eigenem Stamm –, ohne zu wissen, dass Abu Zeid einer von ihnen ist.
Abu Zeid kämpft gegen die Banū Hilāl – er triumphiert und gewährt ihnen einen Waffenstillstand zu seinen Bedingungen. König Sarhan schickt daraufhin Diab aus, um den berühmten Ritter Rizq Ibn Nayel – Abu Zeids Vater – um Hilfe zu bitten. Dieser war aus dem Stamm verschwunden und lebt allein in den Bergen, nachdem er seine Frau Khadra und seinen Sohn verstoßen hatte. Als trauernder alter Mann kehrt Rizq zurück, um sein Volk zu verteidigen, nur um sich einem jungen Ritter gegenüber zu sehen, ahnungslos, dass es sein Sohn ist – während wiederum der Sohn nicht weiß, dass sein Gegner sein Vater ist. In einer der heftigsten Schlachten des Epos, deren Einzelheiten wir miterleben werden, findet der Vater seinen Sohn wieder.
Dieser Teil des Epos endet mit einer längst überfälligen Enthüllung: Vater und Sohn versöhnen sich, Khadras Ehre wird wiederhergestellt und Abu Zeid kehrt als Held und einer der Anführer seines Volkes zu seinem Stamm, dem Banū Hilāl, zurück, aus dem er einst wegen seiner Hautfarbe verbannt worden war.
Zweiter Teil der Erzählung
Mit der Rückkehr Abu Zeids zu seinem Volk endet der Kreislauf der Rache keineswegs. Er zieht sich über viele Jahre weiter und fordert das Leben der Helden der älteren Generation. Zu ihnen gehören Rizq Ibn Nayel, Abu Zeids Vater, nach dessen Tod Abu Zeid zum Heerführer des Stammes wird. Dann stirbt König Sarhan, der die Herrschaft an seinen Sohn Hasan vererbt. Unterdessen bleibt Diab Ibn Ghanim ohne Rang und Titel, was in diesem Abschnitt des Epos dazu führt, dass sich in seinem Herzen immer mehr Hass aufstaut.
Während einer Waffenruhe langweilt sich Abu Zeid und bricht mit seinem Gefährten Abu Al-Qumsan zu einem Jagdausflug auf. Dort begegnen sie einer verzweifelten Frau, deren Sohn entführt worden ist. Um ihn wiederzubekommen, soll ein hohes „Lösegeld“ gezahlt werden: das Pferd von Jaber Al-Aqili, dem Anführer des verfeindeten Stammes Banu Aqil. Abu Zeid nimmt die Herausforderung an und begibt sich auf ein gefährliches Abenteuer, um das Pferd zu stehlen. Was als gewagter Diebstahl beginnt, wird zu einer schicksalshaften Begegnung – im Zentrum steht Alia, die Tochter seines Feindes Jaber Al-Aqili, und beide geraten gemeinsam in große Gefahr.
Zwischen ihnen entsteht unerwartet eine Liebesgeschichte, die es schafft, als zarter Hoffnungsschimmer den langjährigen Kreislauf der Rache zu durchbrechen. Doch die Geschichte nimmt erneut eine Wendung. Der Stamm Banū Hilāl wird von einer Dürre heimgesucht und König Hasan befiehlt Abu Zeid, sich auf die Suche nach neuem Land zu begeben. Mit drei Rittern, darunter der Königssohn Mar'i, bricht er nach Westen auf. Sie erreichen Tunesien, doch die Nachricht von ihrer Suche nach neuem Land und ihren Eroberungsabsichten ist ihnen vorausgeeilt. Der König von Tunesien, Al-Zanati Khalifah, erfährt von ihrem Vorhaben und ordnet ihre Verhaftung an. Sie werden gefangen genommen und zum Tode verurteilt.
Während Abu Zeid und seine Gefährten, darunter auch Mar’i, noch unterwegs sind, ist Saada, die Tochter des Königs von Tunesien, Al-Zanati Khalifa, auf der Suche nach der Liebe ihres Lebens. Ihre Dienerin erzählt ihr von Mar’is Schönheit und seinen edlen Eigenschaften, und so verliebt sich Saada in ihn, ohne ihn je gesehen zu haben. Als Mar’i, Abu Zeid und die anderen in Tunesien ankommen und König Al-Zanati ihre Hinrichtung anordnet, greift Saada ein, um ihren Geliebten zu retten. Sie verrät ihren Vater und überredet ihn, Abu Zeid freizulassen, unter dem Vorwand, er würde mit Lösegeld und Reichtümern zurückkehren, wohl wissend, dass er mit einer Armee wiederkommen wird.
Abu Zeid kehrt zu seinem Stamm zurück und beginnt einen großen Feldzug. An der Spitze der Banū Hilāl marschiert er über Länder und Grenzen hinweg Richtung Tunesien, um die Gefangenen zu befreien und das Land einzunehmen. Doch bei ihrer Ankunft ist der eigene Stamm von Kriegen gezeichnet, die Spaltungen sind tief – insbesondere zwischen König Hasan und Diab. Dem Banū Hilāl gelingt es, Tunesien zu erobern – vor allem dank Diab, der König Al-Zanati Khalifa mit einem Speerstoß zwischen die Augen tötet. Getrieben von Ehrgeiz und Eifersucht, beansprucht Diab die Herrschaft über Tunesien für sich. Außerdem begehrt er Saada, die Geliebte von Mar’i, Sohn von König Hasan, und Tochter des ermordeten Königs von Tunesien. Als sie ihn zurückweist, tötet er sie und anschließend König Hasan, selbst Abu Zeid ist vor ihm nicht mehr sicher.
Welcome, our honored guests.
According to folk poets, reciting the complete Sira (Epic) of Bani Hilal requires no less than 150 hours. It has traditionally been narrated at weddings, special occasions, and festivals over consecutive nights that may sometimes span up to ninety evenings. Audiences would listen to it repeatedly, despite their prior knowledge of most of its events. Indeed, the pleasure of this tale lies not only in following its plot but also in the style of its narration: in the elaboration and playfulness of details, in the atmosphere of companionship and the gathering of loved ones, and in its power to spark the imagination.
We present it to you in a performance lasting approximately three hours, conducted in Arabic, blending music, poetry, song, dance, puppetry, and visual arts. Throughout the show, you can follow a live translation of everything the actors say. We will also ensure that the core events of each stage are summarized. Therefore, even if you choose at certain moments not to follow the translation and instead immerse yourself in the actors' performances or your own imagination, you will always be able to follow the main threads of the story and connect its events. To ensure a vivid and enjoyable viewing experience, we have prepared the following summary, which outlines the most significant events of the epic:
Part I of the Epic
The saga opens with the lament of the knight Rizq bin Nayel, who reaches old age without an heir. He ascends a high mountain, where a voice instructs him to undertake a pilgrimage to Mecca, promising that he will find a wife who will bear him a great son. Years later, Rizq marries Khadra, but they are blessed only with a daughter. Overcome by grief, Khadra joins the tribe's women in a ritual of wishing at a pond of birds — where, according to legend, women watch the birds that come to drink and wish for children who share their traits. Khadra chooses a black bird.
Months later, the heroes of a new generation are born on the same morning, each bearing the qualities of the bird their mother had chosen. Among them is Salama, son of Khadra and Rizq — later known as Abu Zeid (throughout the show we call him Salama or Abu Zeid; they are the same person) — born with black skin, unlike his parents. Alongside him are born his companion Abu al-Qumsan, and Hamra, Abu Zeid's red mare, who will remain his lifelong companion. Also born that same day are Hasan, son of King Sarhan, who will later become leader of the tribe after his father's death, and Diab bin Ghanem, a knight whose influence on the tribe's fate will grow in the later events of the epic.
Khadra is accused of betrayal due to her son's color, and Rizq is forced to exile her. She reaches the kingdom of King Fadel, ruler of the Bani Zahlan tribe, who honors her and takes Salama/Abu Zeid in — favoring him above all others. Salama grows up believing he is the son of King Fadel of Bani Zahlan. King Fadel favors Abu Zeid because of a dream he once had, foretelling that Abu Zeid would save the tribe in the future. Yet this favoritism stirs resentment among the people; Salama grows up an outcast, and the insults he endures transform him into a fierce warrior — beginning with the killing of his teacher, after being called a refugee, and then one of his fellow students.
These acts ignite a chain of vengeance that spreads to the relatives of the slain boy, from another tribe called Bani Aqil. The conflict begins when Atwan al-Aqaili, one of the tribe's renowned knights, leads a retaliatory campaign — but Salama/Abu Zeid defeats him. The war between the two tribes widens into an ongoing conflict, with Abu Zeid continuing to prevail, until his enemies seek help from Bani Hilal — Abu Zeid's own people — unaware that he is one of them.
Abu Zeid faces Bani Hilal and defeats them, granting them a humiliating truce under his full conditions. King Sarhan then sends Diab to seek the aid of their celebrated knight Rizq bin Nayel — Abu Zeid's father — who had vanished from the tribe and lived alone in the mountains ever since he cast out his wife and son. Rizq returns as a grief-worn old man to defend his people, only to find himself facing a young knight he does not know is his son — while the son does not know his adversary is his father. The father discovers his son in one of the epic's most intense and extraordinary battles — the details of which you will witness for yourself.
This part of the epic ends with a long-overdue revelation: father and son are reconciled, Khadra's honor is restored, and Abu Zeid returns to his original tribe, Bani Hilal — once exiled for the color of his skin — as a hero, a commander, and one of his people's leaders.
Part II of the Epic
With Abu Zeid's return to his own people in Bani Hilal, the cycle of vengeance does not end; it continues for many long years, claiming the heroes of the first generation — among them Rizq bin Nayel, Abu Zeid's father, after whose death Abu Zeid becomes the tribe's military commander. King Sarhan then dies and bequeaths rule to his son Hasan, who becomes the new king. Meanwhile, Diab bin Ghanem remains without rank or title — a resentment that will quietly accumulate in his heart throughout this part of the epic.
During a period of truce between enemies, Abu Zeid grows restless and sets out with his companion Abu al-Qumsan on a hunting trip. There he meets a grieving woman whose son has been kidnapped; the ransom demanded is impossible: the mare of Jaber al-Aqili, the leader of the Bani Aqil tribe and Abu Zeid's enemy. Abu Zeid decides to help her and sets off alone on a dangerous adventure to steal the horse. He succeeds in stealing it to free the boy — but in the heart of this adventure he encounters Alia, the daughter of his enemy Jaber, and the two find themselves drawn into great peril together.
An unexpected love story blossoms between them, one that manages to break the long cycle of vengeance and opens a door to the end of a conflict that has exhausted everyone.
But as a new chapter begins, years of drought strike the Bani Hilal tribe. King Hasan orders Abu Zeid to search for a new land. He sets out with three knights, among them Mar'i, the King's son, on a long journey westward — until they reach Tunisia. But word of their search for new land and their intentions of conquest has preceded them; the King of Tunisia, Al-Zanati Khalifa, learns of their purpose and orders their arrest. They are captured and sentenced to death.
Meanwhile, as Abu Zeid and his companions — including Mar'i — were still on their way, Saada, the daughter of Al-Zanati Khalifa, had been searching for the love of her life. Her handmaiden had told her of Mar'i's beauty and noble character, and she had fallen in love with him before ever setting eyes on him. When Mar'i, Abu Zeid, and the others arrived in Tunisia and Al-Zanati Khalifa ordered their execution, Saada intervened to save her beloved. She betrayed her father for love of Mar'i, persuading him to release Abu Zeid — claiming he would return with ransom and wealth — while knowing full well he would return leading an army.
Abu Zeid returns to his tribe and leads a great westward march, with Bani Hilal advancing and conquering many lands, setting their sights on Tunisia to liberate their captives and claim it for themselves.
Upon their arrival, the years of war have worn them down and deepened the rifts between them — especially between King Hasan and Diab. After years of grueling struggle, Bani Hilal succeeds in conquering Tunisia — thanks above all to Diab bin Ghanem, who kills Al-Zanati Khalifa with a spear between the eyes. But driven by ambition and jealousy, Diab demands rule over Tunisia in place of King Hasan. He also covets Saada, the beloved of Mar'i, son of King Hasan, and daughter of the king he has just slain. When she rejects him, he kills her — before his betrayal extends further, to King Hasan himself, and ultimately to Abu Zeid.
أهلا بضيوفنا الكرام
وفقًا لما يرويه الشعراء الشعبيون، فإن سرد السيرة الكاملة لبني هلال يتطلّب ما لا يقل عن 150 ساعة. وقد جرت العادة على روايتها في الأعراس والمناسبات والمهرجانات، عبر ليالٍ متتالية قد تمتد أحيانًا إلى تسعين ليلة. وكان الناس يستمعون إليها مرارًا، رغم معرفتهم المسبقة بمعظم أحداثها. إذ ان متعة هذه الحكاية لا تكمن في متابعة أحداثها فحسب، بل في أسلوب روايتها أيضًا: في التوسّع في التفاصيل، والتلاعب بها، وفي أجواء اللقاء والأنس ولمّة الأحبّة، وفي قدرتها على تحفيز الخيال
نحن نقدّمها لكم في عرض يمتد لما يقارب ثلاث ساعات، باللغة العربية، ويجمع بين الموسيقى، والشعر، والغناء، والرقص، والدمى، والتشكيل البصري. وخلال العرض، يمكنكم متابعة ترجمة فورية لكل ما يقوله الممثلون. كما سنحرص على تلخيص الأحداث الأساسية في كل مرحلة من مراحل العرض. لذلك، حتى لو اخترتم في بعض اللحظات عدم متابعة الترجمة، والانغماس في أداء الممثلين أو في خيالكم الخاص، ستتمكنون دائمًا من متابعة الخطوط الأساسية للحكاية وربط أحداثها
ولنضمن لكم تجربة مشاهدة حيّة وممتعة، أعددنا لكم الملخّص التالي، الذي يقدّم أهم أحداث الملحمة
القسم الأول من السيرة
تبدأ الملحمة ببكاء الفارس رزق بن نايل، الذي شاخ دون وريث. يصعد إلى جبلٍ عاليًا، فيأتيه نداءٌ يأمره بالحجّ إلى مكّة، حيث سيجد شريكة حياته، ومنها يولد له ابنٌ عظيم
تمرّ السنوات، ويتزوّج رزق من خضرة، لكنهما يُرزقان بابنة فقط. وعندما يشتدّ حزن خضرة، تشارك نساء القبيلة طقس التمنّي عند بركة الطيور، هناك وفق الأسطورة تراقب النساء الطيور الواردة للشرب وتتمنى اولادًا على شاكلتها. فتختار خضرة طائرًا أسود. بعد أشهر، يولد في صباحٍ واحد أبطال الجيل الجديد، كلّ منهم يحمل صفات الطائر الذي تمنّته أمّه. من بينهم سلامة، ابن خضرة ورزق، الذي سيُعرف لاحقًا بأبي زيد، (نناديه بالعرض سلامة او أبو زيد، هو نفس الشخض) وقد وُلد ببشرة سوداء، خلافًا لوالديه. ومعه يولد رفيقه أبو القمصان، وتولد أيضًا “حمرا”، فرس أبو زيد الحمراء، التي سترافقه طوال حياته
ويولد ايضًا في نفس اليوم حسن ابن الملك سرحان، الذي سيصير لاحقًا زعيم القبيلة بعد موت والده. ويولد ايضًا دياب بن غانم، فارس يؤثر على مستقبل القبيلة في احداثها المتأخرة
تُتَّهم خضرة بالخيانة بسبب لون ابنها، ويُجبر رزق على طردها. تصل خضرة إلى مملكة الملك فاضل حاكم قبيلة بني زحلان، الذي يُكرمها ويتبنّى أبو زيد، فيكبر ظانًا انه ابن الملك فاضل من قبيلة بني زحلان. الملك فاضل يفضل أبو زيد على الجميع بسبب رؤية كان قد راها بالمنام تقول ان أبو زيد سينقذ القبيلة بالمستقبل، لكن هذا التفضيل للتفى أبو زيد يثير كراهية الناس، فينشأ منبوذًا، وتحوّله الإهانات إلى مقاتلٍ عنيف، يبدأ بقتل أستاذه بعد ان نعته بكلمة لاجئ، ثم أحد الفتية زملائه في التعليم
تشعل هذه الأفعال سلسلة من الثأر، تتوسع الى أقارب الفتى المقتول، من قبيلة أخرى اسمها بني عقيل، تبدأ الاحداث بشن عطوان العقيلي واحد من فرسان القبيلة المكروهين حملة للانتقام، لكن أبو زيد يهزمه. فتتوسّع الحرب بين القبيلتين، لتصبح حربًا مستمرة يواصل خلالها أبو زيد بالانتصار، حتى يستنجد اعداء ابو زيد بقبيلة بني هلال، قبيلة ابو زيد الاصليّة دون أن يعلموا أن ابو زيد واحدٌ منهم
يواجه أبو زيد قبيلة بني هلال وينتصر عليهم ويعطيهم هدنة مهينة لتنفيذ كامل طلباته، فيرسل الملك سرحان دياب للبحث وطلب الاستغاثة من فارسهم الشهير رزق بن نايل (والد أبو زيد)، الذي ترك القبيلة وسكن الجبال وحيدًا منذ طرد زوجته وابنه. يعود رزق شيخًا حزينًا للدفاع عن قومه، ويجد نفسه في مواجهة فارسٍ شاب لا يعرف أنه ابنه، بينما لا يعرف الابن أن خصمه هو أبوه. يكتشف الاب ابنه في واحدة من اشد المعارك ضرواةً باحداثها العجيبة التي ستكتشوفهنا خلال المشاهدة
ينتهي هذا القسم من الملحمة باعترافٍ متأخّر بالحقيقة: يتصالح الاب والابن، تُستعاد خضرة امخ مكانتها، ويعود أبو زيد الى ربوع قبيلته الاصلية بني هلال، الذي نُفي يومًا بسبب لون بشرته، بطلًا وواحدًا من قادة قومه
القسم الثاني من السيرة
مع عودة أبي زيد إلى قومه الاصلين في قبيلة بني هلال، لا تنتهي دائرة الثأر، بل تمتدّ لسنوات طويلة، حاصدةً أبطال الجيل الأوّل، ومنهم رزق بن نايل، والد أبو زيد، فيصبح أبو زيد القائد العسكري للقبيلة من بعده، ثم يموت الملك سرحان الذي يورّث الحكم لابنه حسن فيصبح الملك الجديد. بينما يبقى دياب بن غانم بلا منصب، ما سيبدأ بمراكمة الكراهية في قلبة خلال هذا القسم من الملحمة
وفي فترة هدنةٍ بين الأعداء، يملّ أبو زيد من السكون، فيخرج مع رفيقه أبي القمصان في رحلة صيد. هناك يلتقي امرأةً مكلومة اختُطف ابنها، وطُلبت منها فدية مستحيلة: فرس جابر العقيلي، زعيم قبيلة بني عقيل، أعداء أبي زيد. يقرّر أبو زيد مساعدتها، وينطلق وحده في مغامرة خطيرة لسرقة الفرس، ينجح في سرقته لتحرير الفتى، لكن في قلب هذه المغامرة يلتقي بعليا، ابنة جابر عدوه، فيقعان معًا في مصائب كبيرة، وتنشأ بينهما قصّة حبّ غير متوقّعة، تنجح في كسر حلقة الثأر الطويلة، وتفتح بابًا لنهاية الصراع الذي أنهك الجميع
لكن مع بداية فصلٍ جديد، تضرب سنوات القحط قبيلة بني هلال، فيأمر الملك حسن أبا زيد بالخروج بحثًا عن أرضٍ جديدة. ينطلق مع ثلاثة فرسان، بينهم مرعي ابن الملك، في رحلةٍ طويلة نحو الغرب، حتى يصلوا إلى تونس، لكن اخبار بحثهم عن ارض جديدة ونيتهم بالاحتلال تكون قد سبقتهم الى هناك، فيكتشف ملك تونس الزناتي خليفة أمرهم ويأمر باعتقالهم ويحكم عليهم بالاعدام
وبينما كان أبو زيد ومن رافقوه ومن بينهم مرعي في الطريق، كانت سعدى ابنة الزناتي خليفة تبحث عن حب حياتها، وكانت قد سمعت من خادمتها عن جمال مرعي وحسن خصاله فوقعت في حبه قبل ان تراه. ولمّا وصل مرعي وابا زيد والشباب الى تونس وأمر الزناتي خليفه باعدامهم تتدخّل سعدى لإنقاذ حبيبها، فتغدر بوالدها حبًّا بمرعي، وتقنعه بإطلاق سراح أبي زيد، مدّعيةً أنه سيذهب لجمع الفدية والمال، بينما كانت تعلم أنه سيعود على رأس جيش
يعود أبو زيد إلى قبيلته، ويقود بعدها تغريبة كبرى، يزحف خلالها بنو هلال محتلّين بلدانا كثيرة، واضعين نصب اعينهم الوصول الى تونس لتحرير أسراهم واستعمارها
وعند وصولهم، تكون الحروب قد أنهكتهم، والخلافات قد تفاقمت، خصوصًا بين الملك حسن ودياب. ينجح بنو هلال باحتلال تونس بعد سنوات عصيبة، بفضل دياب بن غام الذي يقتل الزناتي خليفة برمح بين عيونه. لكن بفعل الطموح والغيرة يطالب بحكم تونس بدل الملك حسن، ويطمع ايضًا في سعدى حبيبة مرعي ابن الملك حسن، وابنة ملك تونس المقتول، وحين ترفضه يقتلها، قبل أن تمتدّ خيانته لاحقًا إلى الملك حسن، ثم إلى أبي زيد نفسه