Matías Umpierrez / Plataforma Fluorescente


Dramaturgie für eine Konferenz #2

Negative Evidenz. Ein Manual für Performances von Eyal Weizman
und Einat Weizman

Argentinien, Israel, Kanada, Südafrika, Indien, Island

Europapremiere
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Dieses Projekt wird pandemiebedingt voraussichtlich im Herbst 2021 stattfinden.
Die Projektserie Dramaturgie für eine Konferenz des argentinischen Künstlers Matías Umpierrez schafft Raum für Denker*innen und Künstler*innen, gemeinsam Fragen der Zeit performativ zu untersuchen. Den Performances von Dramaturgie für eine Konferenz #2 liegt ein Manual mit dem Titel Negative Evidenz von Eyal und Einat Weizman zugrunde. Vier indigene Performerinnen sind eingeladen jeweils einen konkreten Fall ins Zentrum einer performativen Arbeit zu stellen, die kolonialistische Strukturen in ihren Herkunftsländern entlarvt. Die Inuk-Performerin Laakkuluk Williamson Bathory aus Kanada, die Xhosa-Choreografin Mamela Nyamza aus Südafrika, die indische Performerin Mallika Taneja und die isländische Choreografin Erna Ómarsdóttir folgen dem im Manual vorgegebenen Pfad »forensischen Theaters«.

Das Manual ist Anleitung, Dokumentartheater neu zu definieren. Ausgangspunkte liefern Tweets, Blogs, Fotos, Artikel, Videos – Dokumente des 21. Jahrhunderts. Es wird analysiert, was eine wahre Aussage heute ausmacht und ob Kunst der Wahrheit zu einem neuen, kraftvollen Ausdruck verhelfen kann.

Einat Weizman ist Dramatikerin und Regisseurin. Ihr dokumentarisches Theater untersucht »blinde Flecken« der israelischen Realität. Eyal Weizman ist Architekt, Schriftsteller, Professor für Spatial and Visual Cultures und Direktor des Centre for Research Architecture am Goldsmiths College in London. Seine Forschungsagentur »Forensic Architecture« untersucht Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Credits
Konzept und Regie:
Matías Umpierrez
Text:
Eyal Weizman, Einat Weizman
Mit:
Laakkuluk Williamson Bathory, Mamela Nyamza, Mallika Taneja, Erna Ómarsdóttir
Eine Koproduktion von asphalt Festival und Kunstsammlung Nordrhein- Westfalen

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes