Byron J. Scullin, Thomas Supple,
Hannah Fox

Siren Song

Australien
Soundperformance
Siren Song ist ein großformatiges Klangkunstwerk der australischen Künstler*innen Byron J. Scullin, Thomas Supple und Hannah Fox, die dafür eigens eine 18-teilige Komposition geschaffen haben. Alle 18 Festivaltage lang begleitet das Klangkunstwerk das Festival Theater der Welt rund um das Festivalzentrum am Gustaf-Gründgens-Platz.

Täglich, zu einer nicht angekündigten Zeit, hüllt Siren Song das neue Düsseldorfer Kulturareal um das Schauspielhaus und  mit ihm alle zufälligen Passant*innen in Klang ein. Dieser wird körperlich wahrnehmbar sein, wie man es sonst nur in der freien  Natur erleben kann. Täglich, für einen Augenblick, schenkt uns diese Soundinstallation einen Moment des Verweilens in Geborgenheit: Das akustische Grundrauschen des öffentlichen Raums tritt in den Hintergrund, der Verkehrslärm wird ausgeblendet, das Hohelied des Konsums ist zum Schweigen gebracht, und eine Ahnung uralter Melodien tritt an deren Stelle. 
        Konzipiert als flüchtige Freirauminstallation, eingebettet in die urbane Architektur der Stadtmitte, lädt Siren Song die Passant*innen dazu ein, sich in einem Augenblick des Innehaltens zusammenzuschließen. Modernste Alarmton- und Sicherheitstechnik wird dazu eingesetzt, eben einmal nicht den Ausnahmezustand kundzutun, sondern erzeugt außergewöhnliche klangliche Schönheit, ungewohnte räumliche Wahrnehmung und verbindet sich gegenüberstehende Architekturen zu einem neuen Erfahrungsraum.
        Bei der Europapremiere von Siren Song übernehmen, unterstützt vom Frauenchor Erkrath, die Stimmen der deutschen  Sopranistin Clementine Schwandner, die Yorta Yorta Sopranistin Deborah Cheetham, die Inuk-Sängerin Tanya Tagaq sowie die deutsche Sängerin, Komponistin und Tonkünstlerin Ute Wassermann die Hauptgesangsrollen der Komposition, die sich im Verlauf von 18 Festivaltagen um den Gustaf-Gründgens-Platz entfaltet.

Das Festival Theater der Welt dankt dem Dreischeibenhaus, dem Kö-Bogen, Peek & Cloppenburg, dem Hofgartenpalais, dem Ministerium der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Büro- und Geschäftsgebäude Schadowstraße/Ecke Bleichstraße und Markus Lattekamp für die besondere Unterstützung.

Gefördert durch die Kunststiftung NRW